Bereitschaft

Die Bereitschaft stellt zum großen Teil die aktive Basis der Rotkreuzarbeit in der Verbandsgemeinde Nieder-Olm dar. Zu unseren satzungsgemäßen Aufgaben gehören die Planung und Durchführung von Sanitätsdiensten, Altkleidersammlungen, Ausbildung der Helferinnen und Helfer, Einsätze mit der Feuerwehr und die Mitarbeit in der Schnelleinsatzeinheit des Landkreises Mainz-Bingen, aber auch die Verpflegung von Betroffenen und Einsatzkräften und die Notfallnachsorge sind weitere Aufgaben, die wir ehrenamtlich ganzjährig in der Verbandsgemeinde Nieder-Olm und teilweise in Kooperation mit anderen Ortsvereinen oder unserem Kreisverband anbieten.

 

Ausbidungsabende

 

Ohne fundierte Ausbildung geht nichts - darum treffen wir uns jeden Montag (außer in den Schulferien und an Feiertagen) von 20 bis 22 Uhr im Vereinsheim.

 

Sanitätswachdienst  

 

Überall, wo Menschen zusammenkommen, passieren kleinere und größere Notfälle, die versorgt werden müssen. Nur durch notfallmedizinisches Fachpersonal kann eine Erstversorgung gewährleistet werden, die den Erfolg der weiteren Behandlung entscheidend prägt.

 

Wir übernehmen für Sie die Planung, Durchführung und Nachbereitung zum bestmöglichen medizinischen Veranstaltungsschutz bei

  • Konzerten und Aufführungen
  • Open-Air-Festivals
  • Festen und Feiern
  • Kongressen und Tagungen
  • Sportwettbewerben
  • Discoveranstaltungen

und einfach überall dort, wo Sie uns anfordern.

 

Bei allen Fragen zum Thema Sanitätswachdienst wenden Sie sich gerne per E-Mail unter bereitschaft[at]drkovnieder-olm.de an uns.

 

Schnelleinsatzgruppe Sanitätsdienst

 

Ein gedachtes Szenario: Ein Hochhaus brennt. In dem Haus leben etwa 60 Menschen - Babys, Kinder und Erwachsene. Der örtliche Rettungsdienst ist schnell überlastet. Es werden weitere Einsatzkräfte (benachbarter Rettungsdienst) aus der Umgebung alarmiert, diese reichen allerdings auch nicht aus. Das wäre zum Beispiel ein Fall wo eine Schnelleinsatzgruppe (SEG) zum Einsatz käme.

 

Gemäß den „Katastrophenschutz-Strukturen des Sanitäts-, Betreuungs-, und Verpflegungsdienstes in Rheinland-Pfalz“ vom 6.5.2008 werden die Kräfte im Katastrophenschutz in vier Module gegliedert:

  • Modul Führung
  • Modul Schnelleinsatzgruppe Sanitätsdienst (SEG-S)
  • Modul Schnelleinsatzgruppe Betreuungsdienst (SEG-B)
  • Modul Schnelleinsatzgruppe Verpflegungsdienst (SEG-V)

Diese vier Module werden zusammen als eine Schnelleinsatzeinheit zusammengefasst.

 

Der Landkreis Mainz-Bingen unterhält im Norden und im Süden jeweils eine Schnelleinsatzeinheit. Die Stadt Mainz unterhält ebenfalls eine weitere Schnelleinsatzeinheit, wobei diese durch das größere Gefahrenpotential ein zweites Modul SEG Sanitätsdienst besitzt. Das DRK Nieder-Olm stellt die Schnelleinsatzgruppe Sanitätsdienst für den Südlichen Landkreis.

 

Das Modul SEG Sanitätsdienst besteht aus 12 Personen: Einem Gruppenführer, einem Arzt und 10 Helfern, von denen vier auch als Kraftfahrer eingesetzt werden. Es verfügt über einen Gerätewagen Sanitätsdienst (GW San), einen Rettungswagen (RTW) und zwei Krankentransportwagen (KTW).

 

Das Modul SEG-S leistet der betroffenen Bevölkerung im Einsatzgebiet Erste Hilfe und führt ärztliche Sofortmaßnahmen zur Abwendung lebensbedrohlicher Zustände und zur Herstellung der Transportfähigkeit durch. Es arbeitet mit dem vor Ort bereits tätigen Rettungsdienst gemäß den Anweisungen der Abschnittsleitung Gesundheit zusammen und transportiert ggf. Verletzte und Erkrankte.

 

Es kann 15 Patienten als Gruppe im Einzeleinsatz gleichzeitig versorgen und führt Material zur Versorgung von insgesamt 30 Patienten (zwei Durchläufe à 15 Patienten) mit.

 

Sanitätsbereitschaft Feuerwehr

 

Die Sanitätsbereitschaft Feuerwehr kommt immer dann zum Einsatz, wenn im Rahmen eines Feuerwehreinsatzes einer Wehr in der Verbandsgemeinde Nieder-Olm Gefahren für Einsatzkräfte und übrige Betroffene bestehen könnte. Aufgabe ist die sanitätsdienstliche Sicherung des Einsatzes und die Unterstützung bei der Rettung und Versorgung von Betroffenen.

 

Am einfachsten erklärt man es an zwei Beispielen:

  • Wird die Feuerwehr gerufen, um nach einem Austrit von Öl im Rahmen eines kleinen Auffahrunfalls das Öl aufzunehmen, damit Gefahren für andere Verkehrsteilnehmer eingegrenzt werden können, rückt die Sanitätsbereitschaft Feuerwehr nicht mit aus (da hier keine Gefahr für die Einsatzkräfte oder Betroffene zu erwarten ist).
  • Bei einem verunfallten Gefahrstofftransporter, zu dessen Bergung die Feuerwehr gerufen wird, rückt die Sanitätsbereitschaft Feuerwehr mit aus, da hier gesundheitliche Gefahren für Einsatzkräfte und Betroffene nicht ausgeschlossen werden können.

Im Einsatzfall besetzen die ehrenamtlichen Bereitschaftsmitglieder den Rettungswagen und fahren gemeinsam mit der Feuerwehr und natürlich unter deren Führung die Einsatzstelle an.

 

First Responder

 

Die First Responder (sinngemäß deutsch: "Erste Helfer") sind qualifizierte Helfer, deren Aufgabe die Überbrückung der so genannten "therapiefreien Zeit" (das ist die Zeit zwischen dem Eintritt des Schadenereignisses bis zum Eintreffen eines geeigneten Rettungsmittels) ist.

 

Unsere aktiven Bereitschaftsmitglieder bieten zu definierten Zeiten (vorwiegend am Wochenende und in den Nachtstunden) den First Responder Dienst an, da hier der reguläre Rettungsdienst nur dünn besetzt und somit schnell mal ausgelastet ist. Liegt in unserem Einsatzgebiet ein Notfallereignis vor und das nächste reguläre Rettungsmittel muss von weiter entfernt anrücken, so kann die Rettungsleitstelle den First Responder alarmieren und an die Einsatzstelle entsenden. Mit einem voll ausgestatteten Rettungswagen rücken die Helfer aus um die Zeit bis zum Eintreffen des regulären Rettungsmittels möglichst optimal im Sinne des Patienten zu überbrücken.

 

Die First Responder Gruppe des DRK in Nieder-Olm betreut das gesamte Einsatzgebiet der Rettungswache Nieder-Olm. Dieses umfasst die Verbandsgemeinde Nieder-Olm sowie Teile der Verbandsgemeinden Bodenheim, Nierstein-Oppenheim und Wörrstadt.

 

Notfallnachsorge

 

Die Notfallnachsorge hat die Betreuung von Angehörigen, Hinterbliebenen und Betroffenen bei Unglücksfällen zum Ziel. Des weiteren soll sie die Organisation weitergehender Hilfen und eine Vermittlung von Unterstützung an plötzlich hilfsbedürftig gewordene Menschen ermöglichen.

 

Die Aufgaben lassen sich als “Soziale Erste Hilfe” beschreiben, d.h. die Betreuung von Menschen, die durch ein persönliches Unglück kurzfristig nicht von ihrem sozialen Umfeld versorgt sind. Bei derartigen Unglücksfällen kann es sich um einen Autounfall, eine plötzliche schwere Krankheit von Angehörigen, den Verlust von Angehörigen oder psychische Schwierigkeiten handeln. Die Ziele der Notfallnachsorge bestehen in der menschlichen Begleitung von Betroffenen in persönlichen Notlagen, einer behutsamen Erkundung der Situation hinsichtlich des weiteren Vorgehens sowie der Mithilfe bei der Organisation weiterer Betreuung (Angehörige, Freunde, Seelsorge, etc.) unter der unter der Prämisse einer Hilfe zur Selbsthilfe.

 

Als Maßnahmen lassen sich das Betreuen, Begleiten und Beraten von Menschen in Notlagen, ein Aktivieren des sozialen Netzes der Betroffenen, Beistand beim Abschied von Verstorbenen, ein in die Wege leiten von organisatorischen Aufgaben und Abläufen sowie die Vermittlung weiterer Hilfsangebote zusammenfassen.

 

Dies alles erfordert von den Helfenden eine gewisse psychische Ausgeglichenheit, Lebenserfahrung bzw. Reife, Einfühlungsvermögen, Taktgefühl, Geduld und den Wunsch zum Zuhören. Die notwendige Selbsterfahrung hinsichtlich der eigenen Gedanken und Gefühle in Extremsituationen wird ihnen genauso wie eine Intensivierung der oben genannten Fähigkeiten in der Ausbildung zur Notfallnachsorge vermittelt.

 

Verpflegungsdienst

 

Der Verpflegungsdienst sichert im Einsatzfall und bei Lehrveranstaltungen die Versorgung der Einsatzkräfte, Betroffenen oder Veranstaltungsteilnehmer mit Getränken und ggf. auch Speisen.

 

Altkleidersammlungen

 

Über die Annahme und Weitergabe von Altkleidern zu entsprechenden Verwertern finanzieren wir einen großen Teil unserer Vereinsarbeit. Wichtig dabei ist, dass nur saubere, noch tragbare Kleidung und Schuhe gespendet werden (da wir stark verschmutzte oder beschädigte Altkleider auf eigene Kosten entsorgen müssen) und kein Müll in die Kleidersammelcontainer eingeworfen wird, was leider immer wieder geschieht. Kleidersammelcontainer stehen auf unserem Gelände bereit.

 

Technik & Sicherheit

 

Moderne Hilfeleistung braucht neben kompetentem Personal auch geeignetes Material. Für die technischen Materialien und die Sicherheit aller Einsatzkräfte ist dieser Fachbereich zuständig.

 

Zum Fachbereich Technik & Sicherheit gehört auch der Fuhrpark, der derzeit folgende Fahrzeuge umfasst.

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